Erntedankfest 2023 und Festgottesdienst anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der ersten Gemeindegründung in Kiel

Die Kieler Gemeinden Mitte, Nord und Ost feierten gemeinsam mit Glaubensgeschwistern, die einen besonderen Bezug zur Gemeinde Kiel haben, ein ganz besonderes Erntedankfest 2023.

Nicht nur für die Ernte, sondern auch für 125 Jahre Leben in der Gemeinde Kiel wurde während der letzten vier Tage in vielfältiger Art und Weise gedankt. Als Krönung der Jubiläumsfeierlichkeiten erlebten die Gemeinden am Sonntag, dem 1. Oktober 2023 einen Festgottesdienst mit unserem Bischof Arvid Beckmann, den die ca. 150 Anwesenden mit dem Lied „Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren, rühmt seines Namens Herrlichkeit, …“ (GB Nr. 270) begannen.

Als Grundlage für die Predigt diente das Bibelwort aus Jesaja 12, Verse 4 und 5:

„Und ihr werdet sagen zu der Zeit: Danket dem HERRN, rufet an seinen Namen! Machet kund unter den Völkern sein Tun, verkündiget, wie sein Name so hoch ist! Lobsinget dem HERRN, denn er hat sich herrlich bewiesen. Solches sei kund in allen Landen!“

Bischof Beckmann sagte im Hinblick auf das 125jährige Gemeindejubiläum, jetzt sei die Zeit des Dankens
- im Rückblick auf das, was Gott schenkte,

- im Wahrnehmen dessen, was in den Gemeinden gegenwärtig gewirkt wird und
- im Blick in die Zukunft, in der wir die Wiederkunft Jesu erwarten.
Das ist unser fester Glaube! Besonders erwähnte unser Bischof die Geschwister, die in der Vergangenheit in aller Stille dienten, ohne dass darüber gesprochen wurde. Die meisten von ihnen weilen schon in der Ewigkeit. Selbstverständlich sei auch denjenigen gedankt, die in Ämtern und/oder Beauftragungen Verantwortung übernahmen. Bei all dieser Dankbarkeit mögen wir immer daran denken, dass Gott der Geber aller Dinge ist!

Wir wollen Gott anbeten, seinen Namen anrufen, indem wir ihm gegenüber in unseren Gebeten unsere Dankbarkeit äußern, aber ihm auch Bitten und Fürbitten darbringen.

Machet kund unter den Völkern sein Tun, …“ Wir wollen Gott loben und sein Heil verkünden, indem wir immer mehr im Wesen Jesu leben. Dieses Wesen kann sich in innerem Frieden, Freude und Ausgeglichenheit äußern. Das bemerken die Menschen in unserer Umgebung. Antworten wir auf die Frage „Wo kommt das her?“. So machen wir Gottes Tun kund.

…rufet an seinen Namen!“ In der Offenbarung lesen wir über die Namen Gottes. Er heißt „Amen“, „Treu“, „Wahrhaftig“. „Ich werde sein.“

Bezirksältester Jürgen Fellensiek sprach in seinem Predigtbeitrag von der Unwandelbarkeit Gottes. Niemand kann Gottes vollkommene Liebe und auch nicht seinen Heils- und Erlösungsplan beeinflussen bzw. ändern. Gott möchte, dass wir auf ewig in enger und vollkommener Gemeinschaft mit ihm leben. Wir können Gott nicht denken, wir können ihn spüren und wirken lassen. Der Bezirksälteste beendete sein Mitdienen mit den Gedanken, dass dankbare Menschen daran erkannt werden, dass sie Dankbarkeit und Freude in ihrer Umgebung verteilen. Es gibt immer einen Grund, dankbar zu sein!

Bischof Beckmann warnte vor falschem Anspruchsdenken, das unvermeidbar zu Ärgernissen führt. „Man kann sich über alles ärgern, aber man ist dazu nicht verpflichtet.“

Vor dem Mitdienen des Vorstehers von Kiel-Mitte (Hirte Harald Treiber) sang der Chor das Lied „Alles Leben strömt aus dir…“ (CB Nr. 131). Hirte Treiber nahm auf den Text der zweiten Strophe Bezug: „Dass ich fühle, dass ich bin (…) o ich sinke vor dir hin. …“ Wir machen uns bewusst, dass Gott groß ist. In unserer Anbetung stellen wir Gott hoch, der auch zukünftig unser Gott bleiben will.

Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahles beschloss Bischof Arvid Beckmann den Gottesdienst mit Gebet und Segen.

Zum Ausklang des Jubiläumsfestes war noch ausreichend Zeit, gemeinsam zu reden und dabei leckere Speisen zu sich zu nehmen. Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern und allen Lieben, die zum Gelingen der Feierlichkeiten beitrugen!